Die Kochkelle mit dem Schraubenschlüssel getauscht

Text: Manuela Imstepf (Redaktion)
Fotos: Thomas und Cécile Moor

Wer vom Wannutrog Richtung Dorf unterwegs ist, kann unter Umständen Thomas Moor dabei zusehen, wie er einen alten Traktor oder eine andere landwirtschaftliche Maschine restauriert. Mich interessierte, wie Thomas als pensionierter Koch und Geschäftsführer zu seinem Hobby kam: 

Thomas, wie bist Du mit Deiner Frau Cécile in Niedergesteln „gelandet“?

Wie vieles im Leben war es Zufall. Nachdem wir mehr als 33 Jahre in Zermatt gearbeitet hatten, und meine Pensionierung langsam, aber sicher näher rückte, suchten meine Frau Cécile und ich etwas Eigenes, das zwischen „Lalden und Leuk“, also auf der Sonnenseite des Oberwallis gelegen war. So stiessen wir auf unser jetziges Wohnhaus, das damals unbewohnbar war. Der vormalige Eigentümer wollte zwar renovieren, verkaufte das Objekt dann aus persönlichen Gründen. Mit viel Elan, Schweiss und etlichen helfenden Händen aus der Familie schafften wir uns unser jetziges gemütliches Heim.  

Als Koch und auch als Küchenchef bist Du sicher viel in der Welt herumgekommen?

Oh ja, nach meiner Kochlehre führte ich während einiger Jahre ein richtiges „Wanderleben“. Meine Frau und ich lernten uns bereits in jungen Jahren kennen. Ich arbeitete als Koch im Hotel „Dolder“ oberhalb des Zürichsees, sie als Telefonistin bei der damaligen PTT, Nr. 114. Einmal im Monat gönnte man sich einen Tanzabend unten in der Stadt.

Dabei trafen wir uns; sie 18, ich 19 Jahre alt. Beim Tanzen hat es dann gefunkt. Cécile hat mich stets begleitet und unterstützt. Wir lebten unter anderem in Montreal, wo ich im Hotel „Fairmont Queen Elisabeth“ mit über 950 Zimmern gearbeitet habe. Oder in der Karibik, wo uns die grossen Strand-Diners mit mehr als 4'000 Gästen für immer im Gedächtnis bleiben werden. Ich war insgesamt 8 Jahre für Hilton International Hotels tätig und arbeitete während dieser Zeit auch für einige Monate in der Türkei. Die Arbeit in diesen verschiedenen Ländern mit ihren unterschiedlichen Kulturkreisen und Sprachen war für mich sehr lehrreich und spannend. Sei es im Umgang mit grossen Teams, vielen zu bekochenden Gästen oder auch mit „schwierigem“ Personal. Mich zog es allerdings immer in die Berge, so dass wir uns anschliessend in Zermatt niederliessen, wo ich zuerst für die Seiler Hotels „Mont Cervin Palace“ als Küchenchef tätig war. Auf Weihnachten 1988 haben wir dann dem „Berghotel Riffelalp“ neues Leben eingehaucht. 2001 haben wir das Restaurant „Stadel“ im Dorf übernommen und bis zur Pensionierung 2011 geführt.

Warum wird es Dir nach der Pensionierung nicht langweilig?

Ich wusste schon lange vor dem letzten Arbeitstag, dass ich nachher etwas ganz anderes machen möchte. Man kann es „Furzidee“ nennen; doch ich wollte alte Traktoren restaurieren und meine Scheune und der Vorplatz geben mir die Gelegenheit dazu.  

Ich habe mich quasi in einen alten Hürlimann D90 aus dem Jahr 1960 und danach in einen Bührer, Jahrgang 1958 verguckt, dessen Aussen- und Innenleben rostig, ölig und dreckig waren. Die Motoren jedoch funktionierten noch. Ohne Vorkenntnisse - ich hatte wirklich keine Ahnung von der ganzen Sache - machte ich mich ans Herumschrauben und ans Zerlegen der gesamten Carrosserie, der Kabel usw. Der Motorblock ohne sein Blech drumherum sieht aus wie ein „Poulet“ ohne Brüstli und ohne Schenkel.

Foto: Thomas Moor mit dem Poulet Hürlimann D90, Jahrgang 1960, "ohne Brüstli und ohne Schenkel".
Foto: Thomas Moor mit dem Poulet Hürlimann D90, Jahrgang 1960, "ohne Brüstli und ohne Schenkel".

Damit ich beim anschliessenden Zusammenschrauben alles wieder richtig zusammensetze, habe ich jeweils Fotos gemacht und genau aufgeschrieben, wo welches Teil hingehört. So restaurierte ich meinen ersten Hürlimann.

Foto: Thomas auf dem D90 Hürlimann, der noch nicht ganz fahrbereit ist.
Foto: Thomas auf dem D90 Hürlimann, der noch nicht ganz fahrbereit ist.

Mein Wissen habe ich mir vielmals selber beigebracht oder ich hole mir Rat zum Beispiel bei Stefan von der Rep-Garage oder bei Johann. Es gibt auch Fachbücher, die viele der alten Schweizer Traktoren dokumentieren. Ich lernte dann in Belp, dem Wohnort meiner Tochter, einen Mann kennen, der ebenfalls alte Hürlimanns restaurierte. Daraus entwickelte sich eine Freundschaft und gemeinsam restaurierten wir bis vor kurzem einen grossen, roten Hürlimann vom Typ D200 S, Jahrgang 1970. Durch meinen Belper Freund bin ich mittlerweile Mitglied im Hürlimann Club Schweiz. Das Netzwerk des Clubs macht auch die Ersatzteil- beschaffung etwas leichter. Denn der Ehrgeiz jedes Restaurators ist es, seinen alten Traktor im Original-Zustand wieder herzustellen.
Die Schweizer Firma Hürlimann existierte seit 1929 und wurde in den 70-er-Jahren von der SDF-Group übernommen.

Foto: Ein Bührer aus dem Jahr 1958, hier noch als "Rosthaufen".
Foto: Ein Bührer aus dem Jahr 1958, hier noch als "Rosthaufen".
Foto: Der Bührer aus dem Jahr 1958, restauriert, an einem Treffen in der Deutschschweiz.
Foto: Der Bührer aus dem Jahr 1958, restauriert, an einem Treffen in der Deutschschweiz.

An Treffen oder an Ausflügen werden die alten restaurierten Schweizer Traktoren der Marken Bührer, Hürlimann und viele andere ausgestellt. Voraussetzung ist, dass sie älter als 30 Jahre sind. Dabei wird gefachsimpelt, ob nun dieses Ritzel oder jener Auspuff original zum jeweiligen Modell gehört.

Auch in Bezug auf die Farben gibt es ab und an Diskussionen bei unseren Treffen. Ist nun jenes Rot wirklich „DAS“ Hürlimann Rot und entspricht dieses Grün da dem Original? Aufgrund der Geschäftstüchtigkeit des Gründers und damaligen Firmenchefs Hans Hürlimann (1901-1977), der sehr auf die Kosten bedacht war, wurde bei der Farbbeschaffung auf den Preis geachtet. So gibt es sowohl beim Rot als auch beim Grün verschiedene Farbvariationen. Bei den Pneus müssen wir allerdings mittlerweile Zugeständnisse machen. Die Original-Pallas Reifen mit ihrem typischen Zick-Zackmuster werden nicht mehr hergestellt. Die gebrauchten, im Handel erhältlichen Occasions-Pneus sind leider aufgrund ihres Alters oftmals brüchig.  

Foto: Der älteste bisher von Thomas restaurierte Traktor: ein Hürlimann D200 aus dem Jahr 1948.
Foto: Der älteste bisher von Thomas restaurierte Traktor: ein Hürlimann D200 aus dem Jahr 1948.

Mein ältester bisher restaurierter Traktor war ein Hürlimann D200 aus dem Jahr 1948 in der Farbe grau. Leider habe ich nicht den Platz, all meine restaurierten „Schätze“ zu behalten. Einzig ein D200 (1970), sowie der alte D200 (1968) sind noch bei mir eingestellt. Momentan arbeite ich an einem alten Schilter 1000 aus dem Jahr 1968, der mich ebenfalls vor Herausforderungen stellt; nicht nur in Bezug auf Motor, sondern auch auf die „Brigi“ (Ladebrücke). " 2x abgesägt und immer noch zu kurz "

Was hast Du sonst noch in Arbeit?

Ich sage immer, eine Hirnhälfte ist für den Schraubenschlüssel, die andere für die Pflasterkelle. Vor Jahren haben meine Frau und ich in den „Wasserleite“ ein kleines Häuschen ersteigert. Hier musste als erstes das Dach ersetzt werden, damit kein Wasser mehr eindringen kann. Dies habe ich noch vor meiner Pensionierung in Angriff genommen. Mittlerweile sind neue Fenster eingebaut und wir sind am Innenausbau. Diesen Sommer möchte ich den Keller in Angriff nehmen. So bin ich eigentlich immer ausgelastet und Langeweile kenne ich nicht. 

Und was ist mit der Kochkelle? Schwingst Du die noch?

Ja, vorallem zuhause, wenn die ganze Familie zu Besuch kommt. Dann macht es Freude, einen vollen Tisch zu haben, für die Kinder und Enkel zu kochen und schön anzurichten. Beim Hürlimann Club bin ich ab und zu ebenfalls damit beschäftigt, bei Treffen ein Apéro auszurichten. Wenn jemand auf mich zukommt, bin ich gerne bereit, Tipps für Kochen (nicht fürs „Mechen“) weiterzugeben. Ansonsten beschränke ich mich darauf, Kochkollegen für einen kleinen Schwatz in ihrer Küche zu besuchen.  

Vielen Dank für Deine Ausführungen. Wir wünschen Dir weiterhin viel Spass am Handwerken und am Kochen.

Fight Power und P.I.I.T

Text/Foto: Jacqueline Murmann-Seiler

Foto: Jacqueline Murmann-Seiler (Dipl. Aerobic-. Fight Power und P.I.I.T Instruktorin).
Foto: Jacqueline Murmann-Seiler (Dipl. Aerobic-. Fight Power und P.I.I.T Instruktorin).

Fight Power bietet Spass in der Gruppe und stärkt die Willenskraft!

Fight Power ist ein unkompliziertes Ganzkörpertraining aus verschie- denen Kampfsportarten wie Kickboxen, Thaiboxen, Boxen, Karate usw. und findet ohne direkten Körperkontakt statt. In einer Fight Power Stunde trainieren Sie hauptsächlich Ihr Herz-Kreislauf-System. Bei diesem Training kommen Koordination und Schnellkraft nicht zu kurz. Mit Fight Power verbessern Sie ausserdem Ausdauer, bauen Stress ab und kräftigen die Rumpfmuskulatur.
P.I.I.T Professionell Intensiv Intervall Training ist ein 30-minütiges Group Fitness Format, bei welchem Ausdauer, Kraft und Koordination trainiert werden. Das Intervalltraining, das nichts auslässt. Einfaches, schnelles, schweisstreibendes Intervalltraining für alle mit speziell abgemischter Musik, welches den Spasslevel auf eine neue Stufe bringt. Eine Übung dauert jeweils ca. 3 Minuten im maximalen Belastungsbereich. Diese Einheit wird durch vier kurze Erholungsphasen unterbrochen, damit wir ein optimales Intervalltraining erhalten. Das Format ist für ALLE gedacht, da mit unterschiedlichen Niveaustufen (Intensität) gearbeitet werden kann.

Neugierig? Schau doch mal vorbei:

Ab dem 12. September 2018 geht’s los: immer mittwochs von 18.30 bis 19.30 Uhr.
Turnhalle Niedergesteln – 10er Abo CHF 120.00.
Sofort anmelden und fit werden. Ich freue mich auf deine Teilnahme.

Jacqueline Murmann-Seiler 079 617 57 90
murmann82@hotmail.ch

 

Castellione Runner

Text: Madlen Poirier (Redaktion)
Foto: Nadia Amacker

Fight Power und P.I.T.T. das wöchentlich mittwochs in der Turnhalle stattfindende Fitnessprogramm mit Jaqueline Murmann (siehe Artikel) scheint der Ausschlaggeber für den Beginn manch einer vielversprechenden Sportlerkarriere zu sein… Im Wissen, dass sich während der Sommertrainingspause, die ach so schweisstreibend antrainierten Muskeln schon binnen zwei Wochen auf Nimmerwiedersehen verabschieden, hat sich eine Selbsthilfegruppe im Dorf organisiert, die sich auch nach dem Kursende im Mai und vor Kursstart im September wöchentlich zu einer Stunde Sport unter freiem Himmel trifft. 
Am 2. Juni 2018 erhält die Gruppe völlig überraschend die Anmeldeformalitäten (danke Nadia Amacker) für den 1. Aletsch Frauenlauf am 6. Juni 2018 in Fiesch. Keine Zeit mehr zu Überlegen und vor allem keine Zeit mehr zum Trainieren… also machte es "pängg" und die Laufgruppe Castellione Runner war über das Wochenende geboren. Für die Mehrheit der Gruppe war es die erste Teilnahme an einem Lauf überhaupt, aber alle hatten Spass bei dem Anlass auf dem schönen Naturweg von Fiesch – Fieschertal retour und liefen wohlbehalten im Ziel ein. Alice Kalbermatter (1978) krönte die Gruppe sogar mit dem zweiten Podestplatz in ihrer Kategorie.
Die Gruppe denkt, dass da noch Potenzial vorhanden ist und trainiert seitdem weiter für die nächste Ausgabe: 2. Aletsch Frauenlauf am Mittwoch, 5. Juni 2019 um 19h00.

Foto: Die Castellione Runner am Start in Fiesch: vlnr.: Anja Kämpf, Eveline Kummer, Madlen Poirier und Alice Kalbermatter, (es fehlt Nadia Amacker, Coach und Fotograf).
Foto: Die Castellione Runner am Start in Fiesch: vlnr.: Anja Kämpf, Eveline Kummer, Madlen Poirier und Alice Kalbermatter, (es fehlt Nadia Amacker, Coach und Fotograf).

Liebe Geschtjierinnen, reserviert euch das Datum und macht doch auch mit! Es wäre toll, wenn die Castellione Runner im 2019 zahlreicher vertreten wären. Mädchen (ab 10 Jahren) und Frauen können sich anmelden in den Kategorien Running oder Nordic Walking für eine Strecke von 5,5 km ohne grosse Steigung. Jede Teilnehmerin erhält einen Erinnerungspreis und zusätzlich winken Kategorienpreise wie z.B. ein Wellness Wochenende und Europapark Eintritte oder Spezialpreise für die grösste Gruppe und die älteste Teilnehmerin. "Also fa Girlie bis Omi, sii derbii!"

 

Stiftung St. Annaheim unter neuer Führung

Text/Foto: Martin Kalbermatter (St. Anna, Steg)

Foto: Stiftungsrat St. Anna: vlnr.: Alexa Salzgeber-Hasler, Maria Hildbrand-Brigger, Ruth Steiner-Schnyder und Moritz Steiner. (Es fehlen: Paul Imboden und Hans Forny).
Foto: Stiftungsrat St. Anna: vlnr.: Alexa Salzgeber-Hasler, Maria Hildbrand-Brigger, Ruth Steiner-Schnyder und Moritz Steiner. (Es fehlen: Paul Imboden und Hans Forny).

Vor 47 Jahren wurde die Realisierung des regionalen Altersheims Steg, Haus der Generationen St. Anna beschlossen. Dass ein Vorstand aus den Gründergemeinden die Aufsicht über Organisation und Betrieb innehat, ist allgemein bekannt. Dass es auch eine Stiftung St. Anna gibt, wissen die wenigsten.
Der volle Name der Stiftung lautet: „Stiftung zur Linderung von Härtefällen der Heimbewohner und für die Weiterbildung der Angestellten im St. Annaheim“. Im Namen ist also zugleich auch der Zweck der Stiftung beschrieben. Für Härtefälle der Bewohner braucht es heute wenig Unterstützung mehr, da soziale Einrichtungen dies grösstenteils übernehmen.
Die Weiterbildung des Personals im Haus der Generationen ist enorm wichtig und wird durch die Stiftung mit namhaften Beträgen gezielt gefördert. Schwerpunkte dieser Weiterbildung in den letzten Jahren waren unter anderem Kinästhetik, Alltagsgestaltung, Pflegeplanung, Palliativ Care und die Betreuung von Demenz- erkrankten. Die Stiftungsgelder werden auf diese Weise nachhaltig investiert, können doch die Bewohner des Hauses der Generationen unmittelbar von gut ausgebildetem Personal profi- tieren.
Das Stiftungsvermögen setzt sich zusammen aus den Einnahmen der Feierlichkeiten zum 20. Jubiläum der Grundsteinlegung des Hauses, einem Teil des Lohnes der Schwestern des Klosters St. Ursula, einigen Stifterbeiträgen und freiwilligen Zuwendungen Dritter. Das Vermögen der Stiftung ist im Moment immer noch im positiven Bereich. Da aber die Bankzinsen momentan sehr niedrig sind, nimmt das Vermögen stetig ab. Jede Privatperson kann für CHF 1'000.00 Stiftungsmitglied werden. Selbstverständlich ist die Stiftung auch für jede Spende dankbar.
Im vergangenen April fand die 27. GV der Stiftung St. Annaheim statt. Im Präsidium hat Moritz Steiner von Steg‐Hohtenn (langjähriger Dienstchef Staat Wallis und ehemaliger Gemeinderat von Steg) Erna Burgener von St. German abgelöst. Maria Hildbrand-Brigger aus Gampel bleibt Vizepräsidentin.
Nachfolgerin von Daniela Moser-Tamborini als Aktuarin und Kassierin wurde Alexa Salzgeber-Hasler, St.German. Weitere Mitglieder des Stiftungsrats sind Ruth Steiner-Schnyder, Paul Imboden und Hans Forny.

 

Die Nachfrage an Pflegeplätzen übersteigt das derzeitige Angebot

Text/Foto: Martin Kalbermatter (St. Anna, Steg)

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Foto: Haus der Generationen St. Anna in Steg.

An der GV des Vereins Haus der Generationen St. Anna in Steg nahmen am  Mittwoch den 26. April 2018 verschiedene Mitglieder der Behörden, der Gründer- gemeinden, Mitarbeitende, Interessenten und Vertreter des Kantonsparlaments teil. Eine gesunde finanzielle Situation, ein engagierter Stab von Mitarbeitenden, die Einführung des elektronischen Pflegedossiers BESAdoc sowie der Erhalt des Qualitätslabels Qualivista sind neben der Anerkennung neuer Betten wichtige Eckdaten, die der Präsident Walter Schnyder und Direktor Martin Kalbermatter mit sichtlichem Stolz unterstrichen. Zusätzlich erhielt das Haus der Generationen St. Anna zwei Langzeitbetten zugeteilt.

Neue Bedürfnisse in der Region

Der umfassende und interessante Jahresbericht wurde mit Anerkennung verdankt. Er ist gemeinsam mit der Rechnung und dem Budget auf der Homepage der Institution abrufbar. Heute leben in unserem Kanton über 16'000 Menschen, die 80-jährig und älter sind und Demographen gehen davon aus, dass im Jahr 2030 diese Alterskategorie auf 29'000 anwächst. Im letzten Jahr konnte das Haus der Generationen nicht mehr alle Betagten in der Region aufnehmen. In Zusammenarbeit mit externen Fachpersonen wurde eine Projektstudie durchgeführt, die abklärte inwieweit ein baulicher Ausbau möglich ist und wieviel dieser kosten würde. Ein Ausbau des Angebotes bis zu 20 Betten ist auf den bestehenden Grundriss möglich und das St. Anna ist bereit, den künftig steigenden Bedarf an stationären Betreuungsplätzen in der Region abzudecken, falls ihm der Kanton die hierzu erforderlichen Betten zugesteht.

Im Bereich der Kinderbetreuung ist vor allem eine zunehmende Nachfrage bei der Vor- und Nachschulbetreuung fest zu stellen. In Zusammenarbeit mit den Gemeinden konnte eine Lösung für den Transport der Kinder von der Kita zur Schule gefunden werden. Dieses Angebot trug wesentlich dazu bei, das Angebot attraktiver zu gestalten.

Mitarbeiter

Das Haus der Generationen hat nach wie vor eine tiefe Fluktuationsrate und die Institution kann auf eine motivierte Belegschaft zählen. Die Verantwortung für den Arbeitsmarkt nimmt das Haus der Generationen durch die Lehrlingsausbildung wahr und bietet 17 Lernenden eine Ausbildungsplatz an.

Der Präsident Walter Schnyder dankte allen Teilnehmenden an der GV, insbesondere den Mitarbeitenden für ihren Einsatz während dem vergangenen Jahr, dem Vorstand und dem Kader für die Führung der Institution, respektive die Umsetzung der strategischen Ziele und den verschiedenen Partnern für die gute Zusammenarbeit. Mit der Grussbotschaften des Gemeinde- präsidenten von Steg-Hohtenn, Herrn Philipp Schnyder, sowie den Dankesworten der Vertreterin des Gesundheitsdepartements, Frau Annette Weidmann, konnte die speditive GV geschlossen werden.